DIS – Dealer Installed Swirls

Manchmal muss es eben Englisch sein! Oder würdet Ihr die Übersetzung “Händler Montierte Kreise” besser finden? ;-)

Dieser Begriff (also DIS) hat sich mittlerweile auch außerhalb des englischsprachigen Raums in der Autopflegeszene durchgesetzt. Und selbst wenn er dem Betrachter zunächst unbekannt erscheint, so wird vielen spätestens bei der Beschreibung ein Licht aufgehen.

Mit “Dealer Installed Swirls” bezeichnet man Neuwagen, welche bereits im Auslieferungszustand an den Kunden teilweise erhebliche Lackdefekte in Form von kreisrunden Kratzern und/oder schlierenartigen Hologrammen aufweisen. Wer sich jetzt verwundert die Augen reibt und aus dem Wort “Neuwagen” einen optimalen Zustand ableitet, der wird heutzutage leider häufig eines Besseren belehrt.

Wer unsere Worte mal überprüfen möchte, der sollte sich wahllos einen Autohändler mit Neuwagenausstellung herauspicken und diesem an einem schönen, sonnigen Tag einen Besuch abstatten. Und wir können hier leider aus Erfahrung sagen, daß es keinerlei Rolle dabei spielt, um welches Preissegment es sich dabei handelt! Schaut Euch dann vor Ort einmal die Neuwagen im Außenbereich, aber auch im Showroom aus verschiedenen Blickwinkeln im Licht an – Ihr werdet GARANTIERT auf nicht wenigen Fahrzeugen die besagten Lackdefekte entdecken!

“Doch wie kann das überhaupt sein? Der Wagen müsste doch in einem perfekten Zustand sein, oder?” Da schlägt leider der Konjunktiv zu – MÜSSTE ist richtig, sieht aber in der Praxis ganz anders aus. Leider ist hier maßgeblich das ausliefernde Autohaus beteiligt, aber auch ab Werk haben wir schon teils heftige Lackdefekte zu sehen bekommen.

Um hier auch etwas die Händler in Schutz zu nehmen, muss man das Dilemma erkennen: Die Neuwagen werden i.d.R. per LKW bei den Händlern angeliefert und sind teilweise zusätzlich mit Schutzfolien versehen. Diese werden natürlich vor der Auslieferung an den Kunden entfernt. Bis der Wagen dann zugelassen ist und sonstige Vorbereitungen durch das Autohaus getroffen wurden, steht das Fahrzeug meistens auf dem Hof. Bedingt durch Wind & Wetter wird Euer Neuwagen natürlich dreckig und – das ist kaum verwunderlich – das Gros der Neuwagenkäufer erwartet von seinem Autohaus die Auslieferung eines blitzsauberen, funkelnden Neuwagens! Diesem Anspruch will und muss ein Autohaus natürlich nachkommen – wie würde das aussehen wenn Ihr ein verdrecktes Fahrzeug bei Abholung vorfindet?

Leider sieht die Praxis dann oftmals so aus: Entweder wird der Neuwagen in die firmeneigene oder benachbarte, oft nicht mehr ganz zeitgemäße Waschanlage gefahren oder es wird ein Mitarbeiter mit der “schnellen Aufhübschung” vor der Auslieferung beauftragt. Aus Zeit- und Kostengründen erfolgt diese Reinigung nicht selten mit “irgendeinem Lappen und etwas Wasser” – damit wird mal fix drübergewischt und der Wagen ist fertig! Daß so ein Nährboden für leichte Kratzer und Kreise geschaffen ist, dürfte logisch sein…

Natürlich gibt es auch Autohäuser, welche Fahrzeugaufbereiter mit der Neuwagenpflege beauftragen. Aber auch da liegt teilweise der Fehler im Detail: Um die Kosten gering zu halten, artet diese Neuwagenpflege im Normalfall zu einer Turbo-Massenabfertigung aus – wer hier eine 100%ige Qualität oder gar eine mögliche Entfernung von ab Werk vorhandenen Lackdefekten erwartet, wird bitter enttäuscht. Auf der Gegenseite kann man auch verstehen, daß ein Aufbereiter der für diese Tätigkeit nur sehr gering entlohnt wird, nicht die Zeit investieren kann, die ggf. notwendig ist!

“Und was kann ich jetzt als Kunde dagegen tun?” Nun, das ist eigentlich ganz einfach: Bei einem Neuwagen kann man zum Zeitpunkt der Auslieferung durchaus einen möglichst defektfreien Lack erwarten. Je nach persönlichem Empfinden und Anspruchsverhalten, kann man natürlich je nach Zustand auch mal “ein Auge zudrücken”. Die hier gezeigten Lackdefekte sind nur Extrembeispiele, wie sie allgemein auf Lacken zu finden sein können – so schlimm sollte ein Fahrzeug bei Übernahme nicht aussehen! Ist der Zustand aber für Euch dennoch inakzeptabel, dann solltet Ihr das direkt bei Fahrzeugübergabe mit dem Verkaufsleiter klären und möglichst auch fotografisch festhalten. Die Praxis zeigt, daß die Autohäuser zwar erstmal versuchen werden Euch einzureden, der Zustand sei “Ganz normal”, aber wenn man auf seinem Standpunkt beharrt, durchaus kooperativ sind. Nach unserer Erfahrung wird hier beispielsweise eine Aufbereitung des Wagens übernommen oder als Entschädigung etwas aus dem Zubehörkatalog angeboten. Wenn es hart auf hart kommt, müsst Ihr den Weg direkt über den Hersteller gehen und die Probleme dort reklamieren.

Schlussendlich ist das alles ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sehen wir einen tadellosen Lackzustand bei einem Neuwagen als “Selbstverständlichkeit” an. Auf der anderen Seite wissen wir, daß wahrscheinlich über 90% der Neuwagenkäufer diese “Defekte” gar nicht sehen oder gar reklamieren würden. Dazu stehen die Vertragshändler unter einem immer größer werdenden Preisdruck und können gar nicht die aufwendige Pflege für alle Neuwagen umsetzen. Leider ist dies aber auch einer der Aspekte des heutigen “Sparen um jeden Preis” Syndroms! Oder um es wieder im Englischen zu sagen: “You get what you pay” – denn wenn jeder Wagen eine tadellose Pflege und Aufbereitung erhält, werden sich die Mehrkosten im Anschaffungspreis niederschlagen und das wird wieder vielen Kunden sauer aufstoßen. Hier gilt in jedem Fall: FAIR BLEIBEN und keine Wunder erwarten, jede Münze hat 2 Seiten und wer nur fordert, muss eben auch die Rechnung bezahlen.

Erfreulicherweise gibt es auch positive Beispiele: Mittlerweile haben wir von Autopflege24 einen großen Kundenstamm im Bereich der Autohäuser, welche sich durch uns entsprechend beraten lassen,  um oben genannte Risiken zu verhindern. Ein Umdenken hat also durchaus in vielen Köpfen schon stattgefunden und wir sind sicher, daß dies erst der Anfang ist. Gerne steht unser Beratungsteam interessierten Händlern mit Rat und Tat zur Seite!

Wer sich als Käufer diesen ganzen Stress nicht geben will, sollte sich einfach bei uns nach dem Neuwagenkauf über die richtige Pflege informieren. Wir geben dann auch gerne Ratschläge und Produktempfehlungen um aufgetretene Lackdefekte wieder beheben zu können und den Zustand langfristig zu erhalten.

Teer gehört auf die Straße und nicht auf die Felge!

Wie im letzten Blog-Eintrag versprochen, kommt hier mit leichter Verzögerung die Fortsetzung der Felgenaufbereitung. Beim letzten Mal ging es dem Flugrost / Bremsstaub auf der Felgenrückseite an den Kragen, heute geht es um die schwarzen, hässlichen Teerflecken.

Wer im letzten Beitrag genau hingeschaut hat, wird speziell auf dem Felgenbett diverse schwarze Pünktechen entdeckt haben, welche auch nach der Behandlung mit IronX noch vorhanden waren. Hier nochmal ein Bild aus dem Bericht:

Besonders im rechten Bereich des Klebegewichts kann man es ganz gut erkennen. Aus anderer / näherer Perspektive fällt es dann schon stärker ins Gewicht: 

Teerflecken kommen – man mag es sich schon gedacht haben - vom Teer auf der Straße. Es reicht schon aus, daß man mit seinem Wagen durch einen kleinen, frisch ausgebesserten Straßenabschnitt fährt und schon hat man die hässlichen Flecken auf den Felgen oder auch am Autolack kleben. Auf Grund unseres bundesweiten Flickenteppichs auf den Straßen sind Teerflecken also keine Besonderheit mehr – sehr zum Leidwesen der Autobesitzer!

Das Hauptproblem ist, daß kaum ein Autofahrer seinen Wagen nach jeder Fahrt auf solche Teerverschmutzungen überprüfen wird. Gerade im Winter, wo der Wagen naturbedingt meistens verschmutzt ist, würde das auch gar nicht sofort auffallen. Somit hat der Teerfleck genügend Zeit um in Ruhe auf Euren lackierten Flächen auszuhärten. Spätestens bei der nächsten Wäsche fällt das Elend dann bei der Reinigung auf – dann ist es im Normalfall zu spät für eine einfache Entfernung.

Grundsätzlich würde bei dieser Art von Oberflächenverschmutzungen eine Lackknete Abhilfe schaffen. Diese kann sämtliche AUF DEM LACK sitzende Verunreinigungen entfernen. Leider haben Teerflecken die Eigenschaft, sich zum Teil mehrere Millimeter dick auf den Lack zu setzen, was für die Knete mitunter zu einer schweren Aufgabe werden kann!

Um sich die Arbeit, die ja nicht selten in anstrengenden Posen auf den Knien oder in gebückter Haltung durchgeführt wird, zu erleichtern, wurden spezielle Teerentferner entwickelt. Unser Favorit in diesem Segment ist der CarPro TarX, welcher zusätzlich auch zur Entfernung von Insekten vor der Wäsche verwendet werden kann. Aber wir befassen uns heute mit dem Teer! Die Anwendung auf unserer Felge steht sinnbildlich natürlich für alle lackierten Flächen.

Der stark nach industriellem Zitronenduft riechende Reiniger wird auf die trockene Fläche großzügig aufgesprüht (bei Bedarf wiederholen):

Man erkennt nach wenigen Sekunden bereits, daß der Teerklumpen angelöst wird:

Der Reiniger sollte 2-3 Minuten einwirken. Dabei ist unbedingt wie beim Flugrostentferner IronX darauf zu achten, daß nichts antrocknet!

Nun wird der angelöste Teerfleck mit einem Mikrofasertuch abgewischt:

Je nach Intensität des Schmutzes reicht hier oftmals ein Wisch aus um alles restlos zu entfernen. Sollten noch Überreste vorhanden sein einfach nochmal mit TarX einsprühen und leicht nachreiben.

Dann sollte aber spätestens das Problem gelöst sein:

Final sollten die eingesprühten und gereinigten Partien nochmals großflächig mit Wasser abgespült werden um alle Reste des Reinigers zu entfernen.

Bei extremen Verkrustungen kann jetzt optional noch die Lackknete eingesetzt werden um dann endgültig alle Teerreste vom Lack zu entfernen.
Übrigens lassen sich auch wunderbar alte Klebereste, wie zum Beispiel Unterbodenschutz, Klebstoff von Felgengewichten usw. mit dem TarX entfernen!

Marmorstein und Eisen bricht…

… aber unsere Felgen nicht!

Entschuldigt bitte diesen Aufmacher, aber “Reim dich oder ich schlag dich” hat schon immer irgendwie funktioniert. ;-)

Da sich nach dem kurzen aber salzigen Wintereinbruch endlich der Frühling zeigt, wird es jetzt auch für die meisten Autofahrer Zeit,  das oftmals hässliche Winterkleid gegen die fesche Sommermode einzutauschen. Spätestens beim / vor dem Räderwechsel sollten die Sommerfelgen nochmal einer Rundumkur unterzogen werden. Wer sogar im Winter auf Alufelgen unterwegs ist, sollte diese natürlich auch entsprechend reinigen.

In unserem Beispiel haben wir eine handelsübliche 17″ Alufelge mit nunmehr über 7 Jahren auf dem Felgenbuckel. Diese wird i.d.R. von März bis November auf der Straße bewegt und ordentlich gepflegt. Doch ein jeder weiß, daß die Rückseite der Felge (Speichen, etc.), dank diverser Vertiefungen und schwerer Erreichbarkeit, nach jeder Saison mit Bremsstaub besetzt ist und einer Reinigung bedarf.

An unserem Beispiel wurde das Innenbett bereits gereinigt. Es sind lediglich die eingebrannten Reste in den Vertiefungen zurückgeblieben. Diese wären in vielen Fällen durch den Einsatz eines Felgenreinigers gut zu beseitigen, heute möchten wir aber den sehr wirkungsvollen Flugrostentferner “IronX” vorstellen.

IronX löst auf lackieren Flächen metallische Rückstände an. Durch die Reaktion verfärbt sich der Reiniger rötlich und bestätigt so metallische Rückstände. Gerade Bremsabrieb, welcher u.a. auch Metall enthält, ist dadurch ein gefundenes Fressen für dieses Produkt.

Direkt der gut gemeinte Hinweis: Lasst Euch von der wunderbaren Herstellerbeschreibung, welche einen “frischen Blumenduft” (oder mittlerweile auch andere Duftbeschreibung) verspricht, nicht ins Boxhorn jagen. Das Produkt STINKT ERBÄRMLICH! Faule Eier wären wahrscheinlich die passendere Beschreibung, dürfte aber wohl bei der Bewerbung eher abschreckend wirken ;-) Wer also eine empfindliche Nase hat, sollte hier ggf. Atemschutz tragen. Handschuhe wären ebenfalls empfehlenswert, diese haben wir in unserer Anwendung sträflich vergessen…

IronX auf die Fläche sprühen:

Je nach Bedarf mit Schwamm, Pinsel oder Bürste bearbeiten (hier mit dem Clean Wheel Lug Nut Felgenpinsel) um die Reinigungsleistung zu unterstützen. Hier sieht man auch bereits die stattgefundene Reaktion mit dem Metallabrieb!

Nach der vorgegebenen Einwirkzeit (NIE ANTROCKNEN LASSEN!) hat man meistens ein mittelschweres Blutbad angerichtet:

Dann wird die Fläche gründlich mit starkem Wasserstrahl abgespült und je nach Bedarf nochmal mit einem Schwamm / Handschuh nachgewischt:

Es bleibt in unserem Fall eine nahezu klinisch saubere Felgenrückseite zurück, der man die 7 Betriebsjahre kaum ansieht (von der Zentrierung mal abgesehen *hust*).

Daß dies ebenso auf dem normalen Autolack funktioniert, haben wir bereits mit dem nachfolgenden Foto in unserem “Heavy Metal on the Road” Blogeintrag gezeigt:Reaktion von CarPro IronX auf FlugrostEntscheidend ist, daß der Flugrostentferner bei stärkerem Flugrostbefall (gerade auf dem Autolack) nur eine Ergänzung im Reinigungsablauf sein kann. Vor allem wenn man mechanische Einwirkung durch Bürsten etc. vermeiden will, ist nach der Reinigung durch IronX in nahezu allen Fällen zusätzlich die Anwendung einer Lackknete (z.B. Magic Clean oder Meguiars Quik Clay) notwendig um alle Rückstände vom Lack zu beseitigen. Dennoch gibt es unserer Meinung nach hier keine bessere Alternative und somit ist IronX für alle Flugrost-Geplagten (abgesehen vom “Fresh Flower Scent”) ein echter Segen!

PS: Der geneigte Betrachter hat vielleicht auf dem ein oder anderen Felgenbild schwarze Punkte auf dem Innenbett entdeckt. Diesen Teerflecken widmen wir uns in wenigen Tagen im unserem nächsten Blogeintrag! :-)

 

 

Autowäsche bei 0° – unbezahlbar!

Wie in unserem Blog-Eintrag “Lackschutz aus der Weltraumforschung” bereits erwähnt, gibt es aus unserer Sicht nur wenig Hoffnung, seinen Wagen einmalig vor dem Winter mit einem Lackschutz zu schützen und im Frühjahr mit der ersten Wäsche eine defektfreie Lackfläche vorzufinden. ABER man kann hier durchaus einiges tun um diese Lackschäden deutlich zu vermindern – und das geht “leider” nur über die regelmäßige Pflege.

Wer sich nun zu Recht bei dem Gedanken an abgefrorene Hände an die Stirn tippt, der sei beruhigt: Es geht durchaus auch anders bzw. gibt es Alternativen zur eiskalten Handwäsche.

Waschanlage
NEIN, Ihr werdet hier sicher keine Empfehlung von uns für diese Einrichtungen erhalten. Grundsätzlich sind wir zwar der Meinung, daß dank kontinuierlicher Weiterentwicklung der Waschanlagen (Textilreinigung, Mikrofaserlappen, gründliche Vorreinigung, etc.) die Risiken eines Lackschadens deutlich verringert wurden, aber wir bleiben definitiv bei der Handwäsche. “Aber gerade im Winter liest man überall, man solle jede Woche eine Waschstraße benutzen!” werden manche jetzt rufen! Und tatsächlich findet man seltsamerweise in der kalten Jahreszeit verstärkte “Presseberichte” zu dem Thema, auch solche die im gleichen Atemzug vehement von der Handwäsche (KRATZGEFAHR!) abraten.

Ein Schelm könnte jetzt sagen: “Beiss nicht in die Hand die Dich füttert”, doch müssten auch wir als Anti-Waschstraßen-Fraktion uns diesen Vorwurf ebenso gefallen lassen. Daher muß man das zumindest differenziert sehen: Eine moderne Textilwaschanlage ist für den Otto-Normal-Kunden eine absolut adäquate und gute Reinigungsoption. Der Wagen wird recht gut sauber, er glänzt und man muß eigentlich nichts dafür tun.

Wer aber mal (auch abseits des Winters) darüber nachgedacht hat, was passiert wenn z.B. vor einem der Förster mit seinem verschlammten Waldfahrzeug in der Anlage war, wird zu dem Entschluss kommen, daß hier durchaus die Gefahr von Lackkratzern gegeben ist. Denn irgendwelche Grobpartikel können sich auch in der gepflegtesten Anlage temporär “festsetzen” und für Kratzer im Lack sorgen. Ausdrücklich: Wir sprechen hier nicht von völlig beschädigten Lacken und schrecklichen Ergebnissen, aber wir als Premium Autopfleger schauen eben auch nach den kleinsten Waschkratzern - und die bleiben trotz bester Technik bei regelmäßiger Nutzung nicht aus.

Aber was ist mit der Handwäsche Warnung in den meisten Medien?
Man muß auch dies differenziert betrachten! Eine unsachgemäße Handwäsche ist wahrscheinlich schlimmer als eine moderne Waschanlagenwäsche. Wer unkontrolliert, mit altem Schwamm und kochigem Naturleder an den Lack geht, der wird sich definitiv Kratzer in den Lack ziehen und für unschöne Schlieren sorgen! Natürlich sorgt die (voreingenommene?) Meinung in den Medien dafür, daß diese Klientel nicht spezifiziert wird und schon wird daraus eine generelle Warnung vor der ach so gefährlichen Handwäsche! Wer sich jedoch mit ordentlichem Equipment ausrüstet und unsere Waschanleitung wie in unserem Youtube Tutorial beachtet, der sollte hier definitiv das sichere und bessere Waschergebnis erzielen!

Gibt es eine Patentlösung für die Winterpflege?
Ganz eindeutig wäre das Optimum eine regelmäßige Handwäsche – auch im Winter. Wir wissen natürlich auch, daß dies aus verschiedenen Gründen oft nicht möglich ist. Wer hat schon Spaß an eiskaltem Wasser, wer will schon wenige Stunden nach der aufwendigen Pflege seinen Wagen wieder verdreckt sehen? Doch auch wenn man die “echte” Wäsche nicht durchführen möchte, so kann man an Euch nur appelieren, regelmäßig den Lack in einer Waschbox vom Grobschmutz zu befreien und dann mit Hilfe des Glanzspülprogramms wasserfleckenfrei abzuspülen. Natürlich wird Euer Wagen dadurch nicht sauber werden (daß man die Finger von der “einladenden” Waschbürste lässt, sollte hoffentlich jedem einleuchten!), aber man kann vor allem so die Salz- und Dreckkruste im Groben entfernen. Wenn man das wöchentlich im Winter durchzieht, sollten sich die Lackverschmutzungen im Frühjahr deutlich reduziert haben!

Wer natürlich die Chance einer Handwäsche hat, der bekommt hier weitaus mehr Möglichkeiten dem Lack etwas Gutes zu tun. Hier gibt es beispielsweise für die Anwendung nach der Wäsche und auf nassem Lack, sogenannte “Wax as you Dry” Produkte. Der wohl prominenteste und beliebteste Vertreter wäre das Prima Hydro. Dieses sprüht man auf die nasse Lackfläche und trocknet dann wie man es gewohnt ist den Wagen mit einem Trockentuch ab. Zum einen wird der Trocknungsvorgang erleichtert aber vor allem wird in diesem Zuge eine leichte Wachsschicht aufgetragen, welche je nach Witterung bis zu 4 Wochen durchhalten kann. Gepaart mit einem bereits vor dem Winter aufgetragenen “echten” Lackschutz, wäre das eine optimale Lösung um diesen Schutz aufzufrischen und zu erhalten.

Und wenn alle Stricke reissen: Freut Euch einfach auf das Frühjahr wenn Ihr Euch endlich wieder bei angenehmer Witterung der Rundumpflege widmen könnt und dabei mögliche Winterschäden wieder entfernt.

Lackschutz aus der Weltraumforschung

In unseren Blog-Artikel zum Thema “Winterpflege” haben wir Euch bereits einige Tipps gegeben, um Schnee und Eis möglichst sicher (für den Lack und die Autoscheiben) vom PKW zu entfernen. Außerdem haben wir über die besonderen Gefahren von Flugrost aufgeklärt. Leider ist es damit nicht getan, denn die Winterpflege beginnt bevor Väterchen Frost zuschlägt – auch wenn dieser für 2011/12 offenbar weiter auf sich warten lässt!

Lackschutz für den Winter
Man hört und liest es in Foren, Zeitungen und Zeitschriften: “Vor dem Winter muss man den Wagen schützen.” Was sich so einfach anhört entpuppt sich bei genauerer Betrachtung doch komplexer als erwartet.

Apropos “erwartet”! Wenn man die Erwartungen an einen Winter-Lackschutz von manchem Interessierten hört, dann muss man zuerst einiges an Aufklärungsarbeit betreiben. Fakt ist, daß zur Zeit kein Produkt der Welt Euren Wagen vor sämtlichen Umwelteinflüssen im Winter schützen kann – außer es fängt mit “Ga” an und hört mit “rage” auf. ;-) Wer seinen Wagen zur kalten Jahreszeit also regelmäßig nutzt, wird im Frühjahr nicht um eine Komplettpflege herumkommen.

Versteht mich nicht falsch, es ist DEFINITIV möglich mit besonders lang anhaltenden, widerstandsfähigen Produkten diesen Schutz durch den Winter zu bringen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß viele Anwender beim Frühjahrsputz noch immer ordentliche Reste des vor dem Winter angewendeten Lackschutzes auf dem Blech vorfinden. Aber wir sprechen hier eben nicht von molekularer Weltraumtechnik 2.0 sondern im Normalfall von Carnaubawachsen oder Polymerversiegelungen. Die können zwar viel, aber eben nicht hexen!

Guter Rat ist gar nicht teuer
Wir würden Euch hier empfehlen, sich vor dem Winter bei Eurem Fachhändler *winkewinke* eingehend mit Eurem Anforderungsprofil bezüglich des Lackschutzes beraten zu lassen. Neben persönlichen Vorlieben, unterschiedlichen Örtlichkeiten für eine Anwendung, verschiedenen Fahrprofilen gibt es noch einige weitere Faktoren die eine Rolle spielen KÖNNEN. Auch wenn es in vielen Fällen auf eine ähnliche Produktauswahl hinausläuft, so kann man nur empfehlen die eigenen Anforderungen vorher mit einem Profi zu besprechen. Nur so kann der ideale Winterschutz für den Anwender ausgewählt werden.

Eine generelle Empfehlung ist zwar wie gesagt schwer auszusprechen, aber es gibt natürlich entsprechende Lackschutzprodukte welchen eine besonders lange Standzeit zugesprochen wird. Dazu zählen u.a. Carnaubawachse wie das Meguiars #16 Wachs oder Collinite 476s oder synthetische Versiegelungen wie das Finish Kare 1000P oder die spezielle Hochleistungsversiegelung von Zaino.

Für die kalte Jahrszeit sollte in jedem Fall die Devise lauten: Schadensbegrenzung betreiben! Und wie das funktioniert erfahrt Ihr in unserem nächsten Blog Eintrag!